Über uns  About us

Mit Mini-Interviews zu "Music is the Cure!" stellen wir uns kurz persönlich vor.


Drei Fragen an:

Barbara Heindlmeier

Was ist dein persönliches Lieblingsstück bzw. musikalisches Gesundheitsrezept auf der CD?

Die erste der beiden Tarantelle! Bis zuletzt war nicht klar, ob Simon davon eine Gitarrensolo-Version aufnimmt oder ob wir es in einer der Konzertfassungen aufnehmen würden. Die Entscheidung fiel auf eine Variante mit Flöten, Gambe und Gitarre. Es hat so viel Spaß gemacht diese Tarantella zu spielen, dass ich am liebsten gar nicht mehr aufhören wollte – allerdings standen noch zwei weitere Stücke auf dem Programm, also musste ich trotzdem.


Wieviele/welche Flöten hast du bei der Produktion verwendet? Magst du uns etwas über deine Ausrüstung erzählen?

Mit dabei waren acht verschiedene Flöten: darunter zwei Renaissancetenöre (ein Consort- und ein Rafi-Modell), ein hochbarocker Tenor nach Bressan, ein hochbarocker F-Alt nach Steenbergen, ein Renaissance-Alt in g nach Ganassi, ein hochbarocker Alt in g, ein hochbarocker Sopran nach Stanesby und eine Sixthflute.

Die meisten der Flöten sind von Luca de Paolis, dessen Instrumente ich noch zu meinen Studienzeiten in Salzburg kennenlernte. Ich finde, seine Flöten bieten eine riesige Palette an Klangfarben an, und so überraschen mich selbst Instrumente, die ich schon lange habe, immer wieder und fordern mich aufs Neue heraus.


Warum bist du gern ein Teil von La Ninfea?

In der Kernbesetzung von La Ninfea spielen wir nun schon seit gut 12 Jahren zusammen. Wir kennen uns gut und sprechen musikalisch eine gemeinsame Sprache, die sich über die Jahre entwickelt hat, aber als Grundkonsens von Anfang an da war. Das Spannende sind aber die individuellen Dialekte unserer Musiksprache, die unser Arbeiten jedes Mal neu und lebendig machen.

www.barbaraheindlmeier.de


Christian Heim

Was ist dein persönliches Lieblingsstück bzw. musikalisches Gesundheitsrezept auf der CD ?

Es fällt mir schwer, mich auf ein Stück festzulegen! Einen ganz besonderen Zauber hat das „Antidotum tarantulae“ zu bieten, dessen Klang ja schon als Heilmittel wirken soll. Geradezu berauschend ist hingegen die Dramatik der vertonten „Operation de la taille“, einem Gambenstück, das man sich auch als Szene auf einer Opernbühne vorstellen könnte.


Warum bist du gern ein Teil von La Ninfea?

Weil ich mich in dieser Konstellation voll einbringen kann, Ideen ausprobieren, gewagt arrangieren, mich also kreativ austoben kann. Frei nach Carl Valentin: Kunst macht viel Arbeit, ist aber schön!

Kannst du uns von einem besonderen Moment bei Proben/Aufnahmen erzählen?

Als wir Lullys „Sommeil“ geprobt haben und Mirko zum ersten Mal einen Einsatz super leise gesungen hat, hat mir die dabei entstandene magische Verschmelzung aller Stimmen einen richtigen Gänsehautmoment beschert.
www.christianheim.net

Simon Linné

Was ist dein persönliches Lieblingsstück bzw. musikalisches Gesundheitsrezept auf der CD ?

Antidotum Tarantulae! Es macht einfach Spaß mal in eine andere Rolle zu schlüpfen, auch mal als Melodienstrument zu funktionieren.


Wieviele/welche Zupfinstrumente hast du bei der Produktion verwendet? Magst du uns etwas über deine Ausrüstung erzählen?

Vier. Drei davon leider vom Kollegen freundlicherweise ausgeliehen. Leider, weil ich mich sowohl in die Cister, als auch die Renaissancelaute verliebt habe!


Wenn deine Laute(n) etc. sprechen könnten, was würden sie von der Produktion erzählen?

Stimmen... stimmen... stimmen... [lacht]

www.simonlinne.com


Marthe Perl

Was ist dein persönliches Lieblingsstück bzw. musikalisches Gesundheitsrezept auf der CD?

Mein Lieblingsstück ist die Folia, weil sie sich, seitdem wir sie spielen, immer weiterentwickelt hat und nie genau gleich ist. So bleibt es immer spannend und interessant sie zu spielen. Und ich finde, das Stück stellt auch eine gute Lebenseinstellung dar: man sollte sich immer erlauben, ein bisschen verrückt (follia, ital. Verrücktheit) zu sein, das macht das Leben lustiger und man bleibt fröhlicher und gesünder.


Wieviele/welche Gamben und Bögen hast du bei der Produktion verwendet? Magst du uns etwas über deine Ausrüstung erzählen?

Ich habe zwei Gamben benutzt:

1. meinen langjährigen Begleiter, den 7- Saiter (von Claus Derenbach), der genauso alt ist wie meine älteste Tochter, nämlich 16 Jahre.

2. meine neue alte Freundin, eine Gambe mit 6 Saiten, die ungefähr 300 Jahre alt ist und wohl schon viel erlebt hat und oft umgebaut wurde. Nun wurde sie von Claus vorsichtig restauriert, ich lerne sie gerade neu kennen und sie erzählt viele Geschichten.

Bögen: ich glaube ich habe alle Bögen mal ausprobiert, die Christian und ich so dabei hatten.


Warum bist du gern ein Teil von La Ninfea?

Ich spiele gern bei La Ninfea, weil wir uns soooo gut verstehen und schon so lange kennen. Da ist Musikmachen ganz einfach. Auf langen Autofahrten brainstormen wir oft, was man noch so für Programme spielen könnte. Und siehe da, kurze Zeit später ist meist schon ein neues Projekt geboren, wir probieren Stücke aus, entwickeln Ideen weiter, formen am Konzept und plötzlich findet man sich auch schon bei der Aufnahme einer neuen spannenden CD wieder. Das ist wirklich schön.

www.martheperl.de